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Tallinn
Juni 2003 :: PROLOG - Eine Schiffspassage

Das monotone Emporschlagen der Wellen an die Außenwand der Finnjet wirkt fast etwas einschläfernd. Ein schwäbischer Hobbyfilmer mit viel zu großer Kamera und eine Schulklasse aus Irgendwo. Ich bin seit zwei Stunden an Bord und stelle mir die Abenddämmerung versteckt in dicken Quellwolken nur vor. Eine Nacht beginnt und mit ihr der Zauber des Ungewissen. Die Erwartung begleitet ein Gefühl der Ruhe. Die zugegenden Gesellschaften sind alt und jung. Manchmal wirken sie wie eine ganze Generation die ihrer Kindheit begegnen will; dann wieder tanzen blonde Mädchen mit Zöpfen auf dem feuchten Deck umher. Ich habe Respekt vor den Alten, wie sie in gelbe und graue Regencapes gehüllt, händchenhaltend auf die abendliche See blicken. Ein pubertierender Teenie bemüht sich angestrengt um das andere Geschlecht. Die beigen Söckchen des zielobjektierten angehenden Girlies dürften der großen Probierpappschachtel eines Schuhgeschäftes entspringen. Ihre rotbraunen Haare trägt sie kokett in große Wellen gelockt. Die gesetzteren Generationen verabreden sich zum Frühstück und ein liebenswerter Hippie richtet sich das Haarband. Neben mir vorhanden ein Ehepaar. Höflich, zufrieden wie aus einem Guss wirken sie fast befremdlich vor dem Balzgegacker im Hintergrund. Aber doch zugleich dabei.

Ein letztes Mal für einige Wochen erlebe ich eine tiefdunkle Nacht.

Tallinn

Das Baltikum beginnt - Die ersten Tage TALLINN

Charmant ist diese Stadt. Nicht minder ihre Bewohner. Gemächlich wird das Schiff an die Mole beordert, so daß sich das Panorama des Mittelalters umrangt von moderner Urbanität langsam vor dem Auge entfaltet. Die vernommenen, nur relativ erheiternden Episoden über das Grenz- und Zollprozedere erweisen sich glücklicherweise als Humbug. In eloquentem Englisch bittet ein ganz und gar nicht martialisch wirkender Endzwanziger mit trendigem Hip-Hop-Bart, um die
Papiere. Ein Blick ins Wageninnere, dann ein Stempel, gefolgt von einem weich gerollten "Enjoy your trip to Estonia" und nach wenigen Minuten liegt die Boarder Guard hinter mir.

Tallinn - Pirita

Tallinn - Panorama Tallinn - Wachturm

Da der Hafen unmittelbar an die Altstadt anschließt, erspart man sich bei dieser Art der Anreise die typischen Trabanntenvorstädte aus der hier wenig gelittenen Sowjetära. Einzig frühes Erwachen ist geboten, will man nicht unaufhörlich ganzen Heerscharen wild umherirrender Touristenhorden begegnen. Das ist aber in dieser Jahreszeit nicht besonders schwierig, da es ohnehin nie wirklich dunkel wird. Der erste Bus zum Fuß der "Toompea", dem oberen Teil der Altstadt, fährt bereits um kurz nach fünf. Das mag zwar etwas unchristlich sein, dafür bin ich aber Zeuge wie einige vergangene Jahrhunderte von einem wohligweichen Morgenlicht geweckt werden.

Tallinn - Marktplatz

Lächelnde alte Frauen schwingen hoheitsvoll ihre Reisigbesen über das Kopfsteinpflaster. Sitze ich kurz auf dem Trotoir um einen Film zu wechseln, werde ich sogleich in mütterlichem Ton auf die Stühle der noch geschlossenen, unzähligen Cafes verwiesen. Den Gesten entnehme ich ihre Sorge um eine mögliche Verkühlung. Es ist sonnig, aber nur etwa 10 Grad warm.

Tallinn - Marktplatz Tallinn - Altstadtgasse

Tallinn - Altstadtgasse Tallinn - Altstadt

Die Farben der Altstadt sind gelb und rot. Mal als Pastell, dann wieder kräftig orange. Tallinn scheint das obere Farbspektrum zu lieben und das bekommt den winkeligen Gassen und unzähligen Treppenaufgängen nur zu gut. Die Restaurierungen der Gebäude sind nahezu abgeschlossen. Lediglich vereinzelt vernimmt man das laute Krachen aufprallender Steinbrocken und das Gebrüll dazugehörender Arbeiter. Die beiden Teile der Altstadt entstanden ab dem 11.Jahrhundert. Die Oberstadt - Toompea - war dem Adel und Klerus vorbehalten, während die Unterstadt für einfache Gesellen, Kaufleute und Handwerker bestimmt war. Es gab eine Stadtmauer mit, des Nächtens, verschlossenen Toren und einer eigenen Gerichtsbarkeit. Die anzunehmende Trubelhaftigkeit der Unterstadt setzt sich heute in einer bunten Cafe- und Kneipenszene fort. Der Rathausplatz - Zentrum der Unterstadt - leidet etwas unter dem Tingeltangelmarkt, der allmorgendlich wieselflink entsteht.

Tallinn - Altstadtgasse Tallinn - Katharinenpalast

Tallinn - Kirche Tallinn - Stadtmauer

Tallinn - Estonia Memorial Tallinn - Pirita

Die Stadt strahlt eine eigentümliche Mischung aus fast morbider Altertümlichkeit - die sie geschickt vermarktet - und einer Gier nach moderner Urbanität aus. Letztgenannte wird vor allem von der jungen weiblichen Bevölkerung demonstrativ zur Schau getragen. Ihre verbale Lautstärke scheint ein direktes Verhältnis zur Rockkürze einzugehen. Das ist genauso fantastisch anzusehen, wie eben auch nicht zu überhören. Außerdem scheint es im beginnenden Studentenalter einen horrenden Überschuss weiblicher Geschöpfe zu geben. Wahrscheinlich werden die dazugehörenden jungen Herren fleißig lernen und arbeiten, so dass die Mädels geradezu gezwungen sind, ständig in reinen Damenkränzchen ihre neuesten Eroberungen der nicht gerade unterentwickelten Shoppingszene dem geneigten Auge vorzuführen. Und hierbei ist vorführen keine untertriebene Vokabel.


Mittsommernacht - Party, und gut!

Wie in ganz Nord- und Nordosteuropa wird natürlich auch in Estland der Sommeranfang mit einem Fest begangen. Eine dieser Einrichtungen stellt man sich in etwa so vor: Als Location dient das "Lauluväljak", ein halbrunder Betonklotz, der sich wie eine glattgeschliffene Muschel für einige tausend Menschen in der 1970er Jahre Sowjetbauweise - also grau und groß - zwischen Olympiahafen und Stadtzentrum direkt an der Küstenstraße emporreckt.



Zugegeben, die "Weissen Nächte" im nahen St. Petersburg erzeugen in der dortigen Bevölkerung weit dramatischere Massenwirkung, aber einer partywütigen, meist jungen Partyszene, tut dieser Umstand keinerlei Abbruch. Die überwiegend russischen Bands und Soloacts erzeugen die weltweit gleiche Teeniepanik und beschallen, mittels meterhoher Boxentürmen, nicht nur das Partyareal. Überall wird sich umarmt, geküßt und zeitweilig vergisst man in dieser wogenden Menge, dass der diesjährige Sommer mit einigen Platzregen beginnt. Aber das scheint hier niemanden zu stören.
Blickt man entgegen der Bühne an der martialischen Zuschauertribühne vorbei, versinkt dort die Sonne durch, zeitweise sogar aufreißende Wolken, in der Tallinner Bucht und entläßt die zahlreichen Liebespaare in die helle Nacht. Zu wohlwollend wäre die Beschreibung, hierbei handele es sich um eine außergewöhnliche Veranstaltung. Es ist spaßig und fertig!


Sowjetische Vergangenheit

Eine Generation erinnert sich. Östlich von Berlin gab es vielleicht noch eine Grenze zum sozialistischen Bruderland Polen, aber dann wurde es grau. Keine Straßen, allenfalls einige Städte, vielleicht eine Bahnlinie und schon gar keine
Grenzen der damaligen Unionsrepubliken. Für nicht wenige Zentraleuropäer war die Berliner Mauer gar schon der Zaunverschlag zum Vorgarten von Breschnew & Co. Da die Moskauer Oberen natürlich tüchtig und gründlich waren, haben sie zahlreiche Regionen ihres absoluten Reiches zu hochgeheimen Militärzonen erklärt.

Und genau so eine war 50 Jahre lang die kleine Stadt "Paldiski" 45 km westlich von Tallinn. Während der einstündige Autofahrt von der Hauptstadt, schmeckt man unaufhörlich die salzige Luft gemischt mit den Aromen des üppigen Kiefernwaldes. Mehrfach fällt die Küstenstraße steil ins Meer ab, so dass phantastische Panoramen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Paldiski - Werkstatt Paldiski - Straße


Die ersten, linear aufgereihten Häuserzeilen sind verlassen und im Zentrum passiert scheinbar einfach nichts. Ein Grillrestaurant, dass es nicht mehr gibt und zahlreiche Menschen die ihre Blicke neugierig aus maroden Fensterläden auf die schlaglochübersähte Straße richten.

Paldiski - Brandenburger Tor Paldiski - Bahnlinie

Es gibt bretterverstärkte, bröckelnde Balkons und ein Industriekomplex der irgendwann einmal irgendetwas produziert hat, dass heute keiner mehr haben möchte. Parallel zum Dorf ruckelt unaufhörlich eine alte Diesellok scheinbar ziellos hin und her. Auf den Straßen ist kaum Estnisch zu hören und an den Autos prangt natürlich stolz die russische Fahne neben dem EST-Kennzeichen.

Paldiski - Fabrik
Paldiski - Baum

Aber es ist nicht alles grau. Das einzige Lokal ist jetzt ein Hotel, blauweiss angestrichen und das - selbstverständlich - russische Bier schmeckt köstlich. Gewöhnungsbedürftig sind die winzigen, getrockneten Fische die in kleinen Schalen bereitstehen und im ganzen als Beigabe zum Bier gereicht werden.


Laahema-Nationalpark

Ziemlich genau in der Mitte von Tallinn und Narva liegt der Laahema-Nationalpark. Es gibt eine Landkarte zu kaufen, auf der imaginäre Grenzen und Sperrzonen eingezeichnet sind. Sichtbar im tatsächlichen Gelände sind sie freilich nicht. Das Zentrum der etwa 83 ha ist Palmse, wo man gleich neben dem Infobüro mal eben einen Eindruck in die Lebensweise baltendeutschen Adels der vergangenen Jahrhunderte bekommen kann. Das Gutshaus derer von Pahlenberg samt Parkanlage, Gesindehaus, Stallungen und Kornbrennerei sind bis ins Detail restauriert. Stolz präsentiert eine Dame des Hauses ein Photo des ehemaligen Bundespräsidenten von Weizäcker.

Gutshaus Palmse Parkanlage Palmse

Gutshaus Palmse Gutshaus Palmse

Stilsicher ist direkt nebenan ein winziges Oldtimer-Museum plaziert. Neben einem halben Duzend Oldies ist auch ein Dienstwagen Herrn Khruschovs zu bewundern. Der hat irgendwann einmal Riga besucht und das exklusive Vehikel der Moskauer Likhachev-Werke ist dort irgendwie abhanden gekommen. Also flog Genosse Nikita heim und sein Auto kam auf Umwegen hierher. So erzählt es zumindest die Wandtafel neben dem Gefährt.

Palmse - Oldimuseum 1 Palmse - Oldimuseum 2

Apropos Auto: Das eigene sollte für den Nationalpark schon rustikal gefedert sein. Einige Wege sind schon im Lageplan "mit besonderer Wachsamkeit" zur Benutzung ausgeschrieben. Und der Plan lügt nicht! Hoppelt man einige Zeit die staubige Pisten entlang, findet sich ein geneigter Ort zum Campieren, Sonnenuntergang am Meer inklusive. Wer einmal ein wenig Eremit spielen möchte braucht von Tallinn nur eine Autostunde unterwegs zu sein. Zelt aufschlagen, Feuer machen und die Einsamkeit genießen ist die Devise.

Laahema-Nationalpark Laahema-Nationalpark

Ordensburgruine Ordensburgruine

Dammit am nächsten Tag nicht gleich ein Seelsorger gegen die Vereinsamung zu bestellen ist, gibt es die Kolga-Forrellenfarm. Hier "angelt" man sich seinen Fisch noch selbst oder der bärbeißige Igor mit gestutztem Colani-Bart köchert ihn gekonnt aus einem der Bassins. Eben dieser zaubert sogleich ein wunderbar rosa gedünstetes Gericht. Geteilt in ihre beiden Hälften, wird jede Forellenseite einzeln mit Butter, Dill, Tomaten, etwas Zwiebeln sowie Salz und Pfeffer gegart. Gehaltvoller Eigengeschmack garantiert. Neben allerlei bunten, typisch nordeuropäischen, Holzhäusern gibt es noch den Ort Lakso. Der verfügt zwar über ein Schild "Internetipunkt" - das dazugehörende Cafe ist allerdings schon lange geschlossen. Da sich im selben Gebäude auch eine Behörde befindet, bietet ein freundlicher Herr sein Büro zum Kontakt mit der modernen Welt an. Ein Dank an dieser Stelle.

Gutshaus - Laahema Nationalpark

Etwa 40 km südöstlich erhebt sich, in grüne Hügel und Senken gebetet, trotzig eine Ordensburg über eine typische estnische Kleinstadt. Rakvere hat zwei Kirchen, eine Hauptstraße, einen Markt und eben die Ordensburg Wesenberg. 1252 erstmalig erwähnt, hat so ziemlich jede nordeuropäische Großmacht sie einmal erobern wollen und das auch wenig kreativ umgesetzt. Da natürlich in keiner zünftigen Burgruine - hier allerdings mehr Burg als Ruine - eine Folterkammer nicht fehlen darf, wird man auf Nachfrage in zwei dunkle Kellergewölbe geführt. Tür zu und ein Tonband beginnt ächzende Stöhnlaute abzuspielen. Visuell gibt es einige ausgeweidete Plastikmenschen und eine Gruft. Aber so liebevoll kitschig, dass es schon wieder schön ist.

Rakvere 1 Rakvere 2

Der Innenhof dient als beliebter Veranstaltungsort. Unter sonnigem Himmel passiert dann beispielsweise folgendes: Eine 200 qm große Bühne umringt von etwa 300 Zuschauern werden von einem lokalen Schlagermatador in patriotische Stimmung gebracht. Anschließend erlebt das aufmerksame Publikum aller Altersklassen einige Pro und noch mehr Contra Argumente zum Thema EU-Beitritt. Arne Otter, schwergewichtig und nach eigenem Bekunden primär Este, sekundär auch Preuße mit volksselbigem Urgroßvater und neben dem Studium der Landsoziologie auch noch Präsident diverser Anti-EU-Organisationen - aber vornehmlich gerne Präsident - verkündet im persönlichen Gespräch gar den bevorstehenden Untergang der estnischen Kultur zum 14. September 2003.

An diesem Tag hatte das estnische Wahlvolk das definitiv letzte Wort zum parlamentarisch bereits beschlossenen Beitritt zur Europäischen Union. Der Ausgang ist mit 67 Prozent für den Beitritt bekannt.

Zum Zeitpunkt des Gesprächs waren aber die 55.000 Regularien Brüssels, den 6.000 Estlands durchaus unterlegen - also wäre die estnische Individuallösung eine zu bevorzugende. Abgerundet wird das Spektakel von einem laiensauspielerischen Trio welches volksnahe Sketche vor einer, mit gelber Milka-Kuh bebilderten, Dekoration zum Besten gibt. Passend fällt die Deko dreimal um und zufällig kommen gemalte Rittersleut in Landestracht zum Vorschein. Bei gegrillten Koteletts, Sauerkraut und Bratkartoffeln erklärt die orange (!) gekleidete Aktivistin mit blonden Afrozöpfen, sie sei schon immer gegen die Brüsseler Bürokratie gewesen. Außerdem habe man zu lange unter sowjetischer Fremdherrschaft gelitten und die Russen möge sie sowieso nicht. Was die nun wieder mit der EU und Estland zu tun haben scheint nicht wichtig zu sein. Hier enden ihre Ausführungen.
Kurz vor dem Ausgang durch das wuchtige Tor gibt es noch einen blau-bewimpelten Infostand einer EU-Befürwortergruppe. Die sind ganz still; aber hier gibt es auch nur Kaffee und Kuchen. Der Bierstand ist fest in der Hand ihrer politischen Mitbewerber.
Demokratie auf estnisch. Volksnah und unterhaltsam.


Tartu - Ein Mikrokosmos

Esten sind ohnehin von Individualität geprägte Menschen, aber die Steigerung stellen die Einwohner der zweitgrößten Stadt des Landes dar: Tartu. Das intellektuelle Zentrum des Landes, älteste Universiätsstadt und einfach schön. Eher beschaulich - der Stadtkern läßt sich in weniger als einer Stunde entspannt, auf Schusters Rappen, erleben - umschmeicheln Kopfsteinpflasterwege mit allerlei Geschäften und unzähligen Cafes den Rathausplatz. Inmitten von diesem steht ein Springbrunnen, welcher einer internationalen Schar von Touristen natürlich als Photokulisse dient. Für Estland eher untypisch vernimmt man in dem bunten Sprachenwirrwar eher wenig russisch; und für die hiesige Studentenszene - Stadtbildbestimmend mit Citybag und um den Hals baumelndem, notorisch lautgebendem Handy - ist gerade französischer Pop "en vogue". Die Stadt scheint in einer Art Lauerstellung auf kommende Ereignisse zu sein. Es gibt in der Stadt eigentlich nur drei Arten von Menschen: in permanenter Bewegung befindliche Studenten, gemächliche Touristen und emsige Bauarbeiter, die der Stadt den letzten Schliff geben wollen. Das verrichten letztgenannte gegenwärtig allerdings an zu vielen Stellen gleichzeitig, was so manchen Strassenzug eher mit einer New Yorker Geräuschkulisse vergleichbar macht.

Tartu - Uni Tartu - Kneipe

Genau diese Mischung macht den Reiz aus. Die angehende akademische Elite bereitet sich auf den großen Wurf nach dem Studium in Richtung Europa vor, die Arbeiter sehen zu zeitig fertig zu werden und die Touristen bezahlen den ganzen Zirkus. Hier ist jeder zunächst stolz Student der hiesigen Universität zu sein, dann kommt Estland und irgendwann vielleicht Europa. Das ist aber für diese junge Generation nur die Zwischenstation auf dem Weg nach oben. Und das der nach oben führt, beantworten alle gleich: "Ich studiere schließlich in Tartu"

Zu meinem Leidwesen endet hier - zu einem viel zu unproduktivem Stadium - dieser Teil der baltischen Rundfahrt. Mehr als die Hälfte der Tage waren von Regen oder bewölkten Himmel geprägt. Dadurch bedingt ist die photographische Ausbeute weit unter den Erwartungen zurückgeblieben und mir gehen allmählich die Kronen aus. Die Wetterberichte für die nächste Woche sehen leider nicht anders aus. Daher ist am Freitag, 04. Juli 2003 ein kleiner Jeep die Via Baltica in Richtung Berlin zurück gejuckelt.

Vielen Dank an dieser Stelle an Helena in Berlin, Eduard in Tallinn und Olli in Düsseldorf für die perfekte Unterstützung.

Thorsten Pick